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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Montag, 26. Januar 2026

TV-Tips für die Woche 5/2026

Montag, 26. Januar:

SAT. 1, 20.15 Uhr: "Girl You Know It's True" (2023)

Free-TV-Premiere des mit viel Lob bedachten und mit zwei Deutschen Filmpreisen prämierten deutsch-französischen Musiker-Biopics von Simon Verhoeven ("Willkommen bei den Hartmanns") über das 1980er Jahre-Phänomen "Milli Vanilli". Die vom Deutschen Frank Farian (hier gespielt von Matthias Schweighöfer) produzierte Band feierte Ende der 1980er mehrere Welthits und gewann sogar einen Grammy, sorgte wenig später aber für einen der größten Skandale im Musikbusiness, als aufflog, daß die beiden vermeintlichen Sänger bei ihren Auftritten in Wirklichkeit nur so taten, als würden sie singen - die echten Sänger waren andere ... Direkt im Anschluß zeigt SAT. 1 um 22.50 Uhr ebenfalls als Free-TV-Premiere die zweistündige US-Doku "Milli Vanilli" aus dem Jahr 2023.

Außerdem:

The Expendables 3 (der mittelmäßige, zum Ärger der Fans auf eine niedrigere Altersfreigabe runtergeschnittene dritte Teil der Action-Altstar-Reihe mit Sylvester Stallone, Jason Statham und Arnold Schwarzenegger; 20.15 Uhr bei Kabel Eins um fünfeinhalb Minuten geschnitten, in der Nacht auf Mittwoch um 2.15 Uhr soll dafür ungekürzt der um knapp sechs Minuten längere und deutlich härtere "Director's Cut" laufen)

Bullet Train (spaßige, in einem japanischen Hochgeschwindigkeitszug spielende Actionkomödie mit Brad Pitt; 22.15 Uhr im ZDF)

Dienstag, 27. Januar:

Kabel Eins, 20.15 Uhr: "Was Frauen wollen" (2000)

Beeindruckende sechseinhalb Millionen Zuschauer haben sich allein in den deutschen Kinos prächtig amüsiert über Mel Gibsons romantisch-komödiantische Abenteuer, als ausgerechnet er als Macho-Werbeprofi nach einem heftigen Stromschlag plötzlich die Gedanken aller Frauen lesen kann. Das will er nutzen, um seine neue Chefin (Helen Hunt) zu beeindrucken ...

Mittwoch, 28. Januar:

Arte, 20.15 Uhr: "Die fabelhafte Welt der Amelie" (2001)

Wahrlich kein Geheimtip, aber unverändert so gut, daß man immer wieder darauf hinweisen kann: Jean-Pierre Jeunets wunderbares, höchst einfallsreich inszeniertes Kinomärchen machte Audrey Tautou in der Titelrolle einer jungen Frau, die mit ihrer unerschütterlichen Lebensfreude und Hilfsbereitschaft das Dasein all ihrer Bekannten und Nachbarn bereichert, zum Weltstar. Und womit? Mit Recht! Aktuell auf Platz 111 der IMDb Top 250.

Montag, 19. Januar 2026

TV-Tips für die Woche 4/2026

Montag, 19. Januar:

Arte, 20.15 Uhr: "Die untreue Frau" (1969)

Claude Chabrols ("Die Blume des Bösen") psychologischer Erotikthriller wurde 2002 von Hollywood als "Untreu" neu verfilmt, beide Versionen gelten als sehr gelungen. Im Original spielt Michel Bouquet ("Endstation Schafott") den Pariser Anwalt Charles, der glaubt, daß seine Frau Hélène (Stéphane Audran, "Der diskrete Charme der Bourgeoisie") ihm untreu ist und deshalb einen Detektiv anheuert, um ihr hinterherzuspionieren, während er bei der Arbeit ist. Dieser bestätigt seinen Verdacht rasch und Charles entscheidet sich, den Liebhaber seiner Frau persönlich zu konfrontieren - mit drastischen Konsequenzen ...

Außerdem:

Men in Black: International (sehr mittelmäßiges und dementsprechend geflopptes Reboot mit Chris Hemsworth, Tessa Thompson und Liam Neeson; 23.15 Uhr im ZDF)

Dienstag, 20. Januar:

ZDF Neo, 22.35 Uhr: "Punch-Drunk Love" (2002)

In Paul Thomas Andersons u.a. mit dem Regiepreis in Cannes prämierter romantischer Tragikomödie bewies Brachial-Komiker Adam Sandler erstmals, daß er sehr wohl auch ein richtig guter Schauspieler in ernsten Rollen sein kann. Er spielt den jungen, einsamen Barry, der mit seinem Leben ziemlich unzufrieden ist - und der Versuch, sich mit dem Anruf bei einer Telefonsex-Hotline zu entspannen, resultiert darin, daß er Betrügern aufsitzt und von diesen erpresst wird. Immerhin lernt er aber auch Lena (Emily Watson) kennen, die Barrys romantisches Interesse erwidert ... In weiteren Rollen agieren Philip Seymour Hoffman, Luis Guzmán und Mary Lynn Rajskub.

Mittwoch, 21. Januar:

Arte, 22.55 Uhr: "Bad Director" (2023)

Free-TV-Premiere der für einen Deutschen Filmpreis nominierten tragikomischen Satire von Oskar Roehler ("Enfant Terrible"), der seinen eigenen Roman "Selbstverfickung" adaptierte. Oliver Masucci spielt den knapp 60-jährigen Regisseur Gregor Samsa (sicher nicht zufällig auch der Name des Protagonisten aus Kafkas "Die Verwandlung"), dessen beste Zeiten lange vorbei sind. Für die Filmbranche scheint er nur noch Verachtung übrigzuhaben, was er die anderen Filmschaffenden auch deutlich spüren läßt, selbst beim Deutschen Filmpreis. Als Gregor einen Tag vor Drehbeginn seines neuen Films zufällig auf Grete (Bella Dayne, "Girl You Know It's True") trifft, ist er überzeugt, in ihr seine neue Muse gefunden zu haben und besetzt sie sofort. Doch da Gregor am Set schnell wieder alle Mitstreiter befremdet, droht die chaotische Produktion schon bald gegen die Wand zu fahren ... Mit Anne Ratte-Polle, Götz Otto, Natalia Avelon und Samuel Finzi.

Donnerstag, 15. Januar 2026

ZOOMANIA 2 (2025)

Originaltitel: Zootopia 2
Regie: Jared Bush und Byron Howard, Drehbuch: Jared Bush, Musik: Michael Giacchino
Sprecher der Originalfassung: Ginnifer Goodwin, Jason Bateman, Ke Huy Quan, Fortune Feimster, Andy Samberg, Patrick Warburton, Idris Elba, David Strathairn, Shakira, Nate Torrence, Michelle Gomez, Bonnie Hunt, Don Lake, Jenny Slate, Quinta Brunson, Leah Latham, Maurice LaMarche, Stephanie Beatriz, Wilmer Valderrama, Joe "Roman Reigns" Anoa'i, Phil "CM Punk" Brooks, Alan Tudyk, Jean Reno, Tig Notaro, Macaulay Culkin, John Leguizamo, Brenda Song, Tommy Chong, Auli'i Cravalho, Josh Dallas, Yvette Nicole Brown, June Squibb, Rachel House, Mario Lopez, Cecily Strong, Josh Gad, Anika Noni Rose, Mae Martin, Michael J. Fox, Bob Iger, Ed Sheeran, Raymond S. Persi
Sprecher der deutschen Synchronfassung: Josefine Preuß, Florian Halm, Rick Kavanian, Kathrin Gaube, Dennis Herrmann, Torben Liebrecht, Oliver Stritzel, Lutz Riedel, Daniel Zillmann, Christian Brückner, Gerrit Schmidt-Foß, Dennis Schmidt-Foß, Susanne Daubner, Steven Gätjen
IMDb: 7,5; Rotten Tomatoes: 91%; weltweites Einspielergebnis: $1657,0 Mio.
FSK: 6, Dauer: 108 Minuten.
Nachdem die Polizei-Häsin Judy (im Original gesprochen von "Once Upon a Time"-Star Ginnifer Goodwin, in der deutschen Synchronfassung von Josefine Preuß) und der kleinkriminelle Fuchs Nick (Jason Bateman respektive Florian Halm) die korrupte Bürgermeisterin Bellwether enttarnt und festgenommen haben, ist Nick offiziell der Polizei beigetreten und nun der neue Partner von Judy. Eigentlich sollen sie sich erst einmal zurückhalten und lernen, doch die ehrgeizige Judy hat andere Pläne – dummerweise geht die Verhaftung einer Schmuggelbande ziemlich (und sehr öffentlich) in die Hose, weshalb der genervte Chief Bogo (Idris Elba, "Pacific Rim") die beiden kurzerhand in die Paartherapie schickt. Judy hat allerdings bei der Verfolgung der Schmuggler ein Indiz dafür gefunden, daß eine Schlange in Zoomania eingeschleust wurde – dabei sind Reptilien seit einem Vorfall rund 100 Jahre zuvor nicht mehr in der Stadt willkommen. Judy und Nick forschen heimlich nach und Judys Verdacht bestätigt sich bald. Jedoch stellt sich heraus, daß die Insel-Bambusotter Gary (Ke Huy Quan, "Everything Everywhere All at Once") keineswegs böse Absichten hat, sondern vielmehr eine fiese Anti-Reptilienverschwörung aufdecken will, die damals zum Ausschluß der Reptilien aus Zoomania führte ...

Montag, 12. Januar 2026

TV-Tips für die Woche 3/2026

Montag, 12. Januar:

Arte, 20.15 Uhr: "Mit einem Fuß in der Hölle" aka "Der schwarze Sergeant" (1960)

Der selten gezeigte, aber mit viel Lob bedachte Western von Genreexperte John Ford ("Der schwarze Falke") war seiner Zeit weit voraus, indem er Rassismus thematisiert und eine schwarze Hauptfigur hat (wenn er auch nicht ganz ohne "White Saviour"-Elemente auskommt, aber ohne die hätte der Film zu dieser Zeit höchstwahrscheinlich gar nicht gedreht werden können). Als der afroamerikanische Sergeant Rutledge (Woody Strode, "Spartacus") im Jahr 1881 wegen Mordes und Vergewaltigung angeklagt wird, übernimmt sein Vorgesetzter Lieutenant Cantrell (Jeffrey Hunter, "König der Könige") in der aufgeheizten Atmosphäre seine Verteidigung. Direkt im Anschluß zeigt Arte um 22.00 Uhr die 100-minütige französische Doku "Black Far West - Nicht alle Cowboys waren weiß" aus dem Jahr 2022.

One, 20.15 Uhr: "The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit" (2002)

Nicole Kidman gewann ihren bislang einzigen OSCAR als Schriftstellerin Virginia Woolf in Stephen Daldrys episodischem Frauenportrait, dessen drei u.a. mit Meryl Streep, Julianne Moore und Ed Harris besetzte Handlungsstränge zu verschiedenen Zeiten alle einen Bezug zu Woolfs Roman "Mrs. Dalloway" haben. Insgesamt gab es neun OSCAR-Nominierungen, auch für die phantastische Klaviermusik von Philip Glass.

Außerdem:

The Expendables (Sylvester Stallones Zusammtreffen alternder 80er Jahre-Actionhelden wie Dolph Lundgren, Jet Li und Mickey Rourke kann aufgrund massiver Drehbuchschwächen nur bedingt überzeugen; 20.15 Uhr um zehn Minuten geschnitten bei Kabel Eins, ungekürzte Nachtwiederholung um 0.45 Uhr - es soll jeweils der gegenüber der Kinofassung rund 10 Minuten längere Extended Cut laufen)

Dienstag, 13. Januar:

Kabel Eins, 22.30 Uhr: "Die Truman Show" (1998)

Jim Carrey zeigt die zweitbeste schauspielerische Leistung seiner Karriere (knapp nach "Der Mondmann") in Peter Weirs brillanter, für drei OSCARs nominierter Medien- und Gesellschaftssatire, in der Truman Burbank (Carrey) unwissentlich fast seit seiner Geburt in einer riesigen TV-Show lebt, deren Konzept dem Begriff "Big Brother" eine ganz neue Dimension verleiht. Als Truman in der Folge einiger unerklärlicher Vorfälle langsam Verdacht schöpft, daß nicht alles so ist, wie es sein sollte, unternimmt der Showerfinder und Produzent Christof (Ed Harris) alles, um die Illusion aufrechtzuerhalten. In den IMDb Top 250 der besten Filme aller Zeiten belegt "Die Truman Show" aktuell Platz 128.

MDR, 23.10 Uhr: "Dalíland" (2022)

Free-TV-Premiere des mit mediokren Kritiken ausgestatteten Dramas von Mary Harron ("Charlie Says"), das von dem jungen Kunstschulabsolventen James (Christopher Briney) erzählt, der im New York des Jahres 1973 den berühmten surrealistischen Maler Salvador Dalí (Ben Kingsley) kennenlernt und ihm bei der Vorbereitung einer neuen Ausstellung helfen soll. Dabei wird James immer stärker in die Welt des exzentrischen Künstlers hineingezogen, der unter Finanznöten leidet und dessen Beziehung zu seiner Gattin Gala (Barbara Sukowa) zu bröckeln beginnt.

Außerdem:

Die Farbe aus dem All (gelungene, angemessen manische Adaption der kultigen Lovecraft-Kurzgeschichte mit Nicolas Cage; 22.25 Uhr bei Tele 5)

Montag, 5. Januar 2026

TV-Tips für die Woche 2/2026

Montag, 5. Januar:

Arte, 20.15 Uhr: "Die Dinge des Lebens" (1970)

Zu meinen persönlichen Lieblingsfilmen zählt Claude Sautets ("Das Mädchen und der Kommissar") psychologisches Drama "Die Dinge des Lebens", in dem der Architekt Pierre (Michel Piccoli) nach einem schweren Autounfall im Sterben liegt und dabei noch einmal sein kompliziertes Privatleben zwischen Ehefrau (Lea Massari) und neuer, deutlich jüngerer Lebensgefährtin (Romy Schneider) Revue passieren läßt. Präzise konstruiert, wunderschön gefilmt, dabei hochemotional, so lakonisch wie poetisch erzählt und herausragend gut gespielt - ein cineastischer Triumph!

SAT. 1, 20.15 Uhr: "Wochenendrebellen" (2023)

Free-TV-Premiere der mit einem Bayerischen Filmpreis ausgezeichneten und von gut einer Million Kinogängern besuchten Tragikomödie von Marc Rothemund nach dem autobiographischen Buch "Wir Wochenendrebellen" von Mirco und Jason Juterczenka. Da Mirco (Florian David Fitz) berufsbedingt viel unterwegs ist, muß sich seine Gattin Fatime (Aylin Tezel) größtenteils alleine um den zehnjährigen autistischen Sohn Jason (Cecilio Andresen) und das Baby Lucy kümmern. Als Jason wegen Problemen an seiner Schule auf eine Förderschule wechseln soll, schließt Mirco einen Pakt mit ihm: Jason wird sich Mühe geben, die Erfordernisse der "normalen" Schule zu erfüllen, dafür hilft Mirco ihm dabei, einen Lieblings-Fußballverein zu finden. Das ist allerdings leichter gesagt als getan, denn Jason will sich erst entscheiden, wenn er alle 56 Vereine der ersten drei Ligen bei Heimspielen besucht hat ...

Außerdem:

Open Range (Oldschool-Western von und mit Kevin Costner mit einem fabelhaften Showdown; 20.15 Uhr bei One)

The Revenant (das eindringlich inszenierte Schneewestern-Survivalabenteuer brachte Leonardo DiCaprio endlich den ersten OSCAR ein; 20.15 Uhr um knapp dreieinhalb Minuten geschnitten bei Pro 7, ungekürzte Nachtwiederholung um 2.25 Uhr)

Dune (Denis Villeneuves mit sechs OSCARs prämierte Neuverfilmung des Science Fiction-Klassikers von Frank Herbert, mit Timothée Chalamet in der Hauptrolle; 22.15 Uhr im ZDF)

Once Upon a Time in ... Hollywood (Quentin Tarantinos zweifach OSCAR-prämierter nostalgischer Blick aufs Hollywood-Kino der 1960er Jahre, virtuos kombiniert mit der Story des Serienmörder-Gurus Charles Manson; 23.15 Uhr bei Pro 7)

Mittwoch, 31. Dezember 2025

KINOVORSCHAU JANUAR 2026

Der Kinomonat Januar ist traditionell blockbusterfrei, schließlich sind die teuren Großproduktionen ja alle schon vor Weihnachten angelaufen. Dafür gibt es ein paar OSCAR-Kandidaten ("Hamnet", "Song Sung Blue", "Ein einfacher Unfall") und Arthouse-Highlights ("Der Fremde"), deutsche Jugend-Sequels ("Checker Tobi 3", "Die drei ???", "Woodwalkers 2"), etwas Horror ("28 Years Later 2", "Primate") sowie durchaus vielversprechende Hollywood-Mittelware wie "The Housemaid", "Greenland 2", "Send Help" und "Mercy":

1. Januar:
"Der Fremde":
Der französische Star-Filmemacher François Ozon ("Frantz") adaptiert in seinem neuen Schwarzweiß-Drama den gleichnamigen Roman des berühmten existentialistischen Philosophen Albert Camus (der bereits 1967 von Luchino Visconti verfilmt worden war). Benjamin Voisin ("Sommer 85") spielt den Mittdreißiger Meursault, der im Jahr 1938 in Algerien als gesellschaftlicher Außenseiter lebt – bis er wegen eines scheinbar grundlosen Mordes im Gefängnis landet. In Rückblenden wird geschildert, wie es dazu kam. Die Kritiken des beim Festival in Venedig vorgestellten Films fielen überwiegend positiv aus.

"Holy Meat":
Die absurde deutsche Komödie von Alison Kuhn (TV-Serie "Druck") spielt in einem schwäbischen Dorf, dessen neuer dänischer Pfarrer Iversen (Jens Albinus, "Idioten") die dortige, von der Auflösung bedrohte Pfarrgemeinde mit einer spektakulären Aufführung der Passionsgeschichte retten will. Dafür heuert er den in Berlin gescheiterten Theaterregisseur Roberto (Pit Bukowski, "Das Kanu des Manitu") an, der allerdings nicht nur mit dem schwäbischen Dialekt etwas überfordert ist ...

"Bon Voyage – Bis hierhin und noch weiter":
In der französischen Tragikomödie von Langfilm-Regiedebütantin Enya Baroux geht es um die lebensmüde 80-jährige Marie (Hélène Vincent, "Alles außer gewöhnlich"), die angesichts ihrer Krebserkrankung ihrem Leben selbst ein Ende setzen will. Vorher will sie mit ihrer zerstrittenen Familie noch eine letzte gemeinsame Reise im Wohnmobil unternehmen, wofür sie eine angebliche Erbschaft in der Schweiz (wo sie in Wirklichkeit Sterbehilfe in Anspruch nehmen will) erfindet ...

8. Januar:
"Greenland 2":
Im von Kinoschließungen geprägten Corona-Herbst 2020 zählte der US-Katastrophenfilm "Greenland" von Ric Roman Waugh ("Angel Has Fallen") auch dank eines wohlwollenden Presseechos zu den wenigen einigermaßen erfolgreichen Filmen. Da er auch im Heimvideomarkt gut funktionierte, wurde schnell eine Fortsetzung wiederum unter der Regie von Ric Roman Waugh bewilligt, die nun in die Kinos kommt. Nachdem Familie Garrity um Vater John (Gerard Butler, "Olympus Has Fallen") und Mutter Allison (Morena Baccarin, "Serenity") in einem Bunker auf Grönland den verheerenden Kometeneinschlag auf der Erde überlebt hat, wagen sie sich nun wieder auf die Oberfläche und beginnen die Reise zurück auf den völlig verwüsteten europäischen Kontinent.

"Song Sung Blue":
Beim US-Filmemacher Craig Brewer ist Musik eigentlich immer ein wichtiger Teil seiner Filme: Ob "Hustle & Flow", "Black Snake Moan", das "Footloose"-Remake oder "Dolemite Is My Name", musikalisch geht es stets zu. So auch in "Song Song Blue", einem auf einer gleichnamigen Doku von 2008 basierenden, positiv rezensierten Biopic über das Musiker-Ehepaar Mike (Hugh Jackman, "Greatest Showman") und Claire Sardina (Kate Hudson, "Glass Onion"), das in den späten 1980er Jahren in den USA mit seiner Neil Diamond-Coverband "Lightning & Thunder" bekannt wurde.

Montag, 29. Dezember 2025

TV-Tips für die Woche 1/2026

Montag, 29. Dezember:

One, 20.15 Uhr: "Jeder stirbt für sich allein" (2016)

Free-TV-Premiere von Vincent Perez' ("In deiner Haut") recht mittelmäßig besprochener Neuverfilmung des gleichnamigen Zweiter Weltkriegs-Romans von Hans Fallada (die zumindest hierzulande bekannteste Version ist Alfred Vohrers Film von 1976 mit Hildegard Knef in der Hauptrolle). Emma Thompson und Brendan Gleeson spielen das Berliner Arbeiter-Ehepaar Quangel, das 1940 nach dem Tod des einzigen Sohnes an der Front zum Widerstand gegen das Nazi-Regime aufruft - womit sie bald ins Visier der Gestapo geraten. Weitere Rollen spielen Daniel Brühl, Louis Hofmann, Mikael Persbrandt und Katharina Schüttler.

ZDF, 22.15 Uhr: "Die drei Musketiere - Milady" (2023)

Free-TV-Premiere des zweiten und letzten Teils der Neuverfilmung von Alexandre Dumas' Mantel-und-Degen-Klassiker, der mit ähnlich viel Lob bedacht wurde wie der erste Teil "D'Artagnan" und in Frankreich über 2,5 Millionen Kinogänger anlockte. Diesmal steht die geheimnisvolle Spionin Milady de Winter (Eva Green) stärker im Mittelpunkt, die gemeinsam mit Kardinal Richelieu (Eric Ruf) einen dunklen Geheimplan zu verfolgen scheint. Und natürlich müssen die tapferen Musketiere diesen vereiteln und vor allem das Leben des Königs (Louis Garrel) schützen.

Außerdem:

Alien (Ridley Scotts legendärer Weltraum-Horrorklassiker, der Sigourney Weaver zum ersten echten weiblichen Actionhelden Hollywoods machte, belegt derzeit Rang 49 in den IMDb Top 250; 20.15 Uhr bei RTL II)

Montag, 22. Dezember 2025

TV-Tips für die Weihnachtswoche 2025

Montag, 22. Dezember:

San Andreas (allzu formelhafter, aber visuell voll überzeugender Katastrophenfilm mit Dwayne Johnson; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)

Taffe Mädels (recht derbe, aber witzige Actionkomödie mit Sandra Bullock und Melissa McCarthy als ungleichen Ermittlerinnen; 22.25 Uhr bei VOX, das wohl die dreieinhalb Minuten längere "Unrated"-Fassung zeigt)

Dienstag, 23. Dezember:

Tatsächlich ... Liebe (Richard Curtis' wunderbarer Episodenfilm mit u.a. Liam Neeson, Keira Knightley, Emma Thompson und Colin Firth hat sich längst als moderner Weihnachtsklassiker etabliert; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)

The Expendables 2 (der mit Abstand beste Teil der Action-Altstar-Reihe von Sylvester Stallone glänzt mit viel Humor, Over-the-Top-Action und Jean-Claude van Damme als Bösewicht; 22.25 Uhr um gut drei Minuten gekürzt bei VOX)

Operation: Kingdom (überschaubar komplexer, aber fesselnder, in Saudi-Arabien spielender Action-Thriller mit Jamie Foxx und Jennifer Garner; 3.55 Uhr bei Kabel Eins)

Mittwoch, Heiligabend:

One, 23.30 Uhr (auch Donnerstag um 20.15 Uhr): "The Professor and the Madman" (2019)

Free-TV-Premiere des Biopics von Langfilm-Regiedebütant Farhad Safinia (schrieb das Drehbuch zu "Apocalypto"), das zwar nur mediokre Kritiken erhielt, beim Publikum aber deutlich besser ankam. Mel Gibson spielt den schottischen Professor James Murray, der Mitte des 19. Jahrhunderts das erste Oxford English Dictionary erstellt und dafür möglichst viele englische Wörter aus allen Gesellschaftsschichten sammelt. Unerwartete Hilfe erhält er von einem gewissen Dr. William Minor (Sean Penn), der ihm lange Wörterlisten zusendet - aus der psychiatrischen Anstalt, in der er wegen Mordes einsitzt (wovon Murray zunächst aber nichts weiß) ...

RTL II, 1.15 Uhr: "Silent Night - Stumme Rache" (2023)

Free-TV-Premiere des soliden, ziemlich brutalen Rache-Thrillers von John Woo ("The Killer"), der fast ohne Dialoge auskommt. Als der kleine Sohn des fürsorgenden Familienvaters Brian (Joel Kinnaman, "The Suicide Squad") an Heiligabend ins Kreuzfeuer einer Gang-Schießerei gerät und dabei stirbt, gerät Brians Leben komplett aus den Fugen. Der beim Versuch, die Gangster zu verfolgen, selbst schwer verletzte Brian (wegen einer Halsverletzung kann er nicht mehr sprechen) kennt nur noch ein Ziel: Rache! Dafür opfert er sogar seine Ehe und bereitet sich konsequent durch hartes Training darauf vor, genau ein Jahr später die Täter blutig zur Rechenschaft zu ziehen. "Silent Night" glänzt erzählerisch nicht gerade durch Originalität und das "Stummfilm-Gimmick" wirkt mitunter etwas erzwungen, doch Actionfans sollten sich insgesamt gut unterhalten fühlen.

Außerdem:

Open Range (Oldschool-Western von und mit Kevin Costner mit einem fabelhaften Showdown; 20.15 Uhr im HR)

Donnerstag, 18. Dezember 2025

THE BIKERIDERS (2023)

Regie und Drehbuch: Jeff Nichols, Musik: David Wingo
Darsteller: Jodie Comer, Austin Butler, Tom Hardy, Mike Faist, Damon Herriman, Michael Shannon, Boyd Holbrook, Emory Cohen, Beau Knapp, Karl Glusman, Norman Reedus, Happy Anderson, Toby Wallace, Paul Sparks, Will Oldham
IMDb: 6,6; Rotten Tomatoes: 79%; weltweites Einspielergebnis: $36,2 Mio.
FSK: 12, Dauer: 117 Minuten.
Mittlerer Westen der USA, Mitte der 1960er Jahre: Als der Trucker und Familienvater Johnny (Tom Hardy, "Mad Max: Fury Road") im TV Marlon Brando als "Der Wilde" sieht, beschließt er spontan, selbst einen Motorradclub zu gründen. Einige Gleichgesinnte sind schnell gefunden und so wird Johnny Anführer der "Vandals", zu deren Gründungsmitgliedern auch Johnnys rechte Hand Brucie (Damon Herriman, "Once Upon a Time in ... Hollywood"), Zipco (Michael Shannon, "The Flash"), der gutmütige Cockroach (Emory Cohen, "Rebel Ridge") und der hitzköpfige Benny (Austin Butler, "Elvis") gehören. Kathy Bauer (Jodie Comer, "The Last Duel") hält eigentlich gar nichts von den raubeinigen Rockern, auf die sie überhaupt nur durch eine Freundin trifft – bis sie Benny sieht und sich Hals über Kopf in den gutaussehenden, schweigsamen jungen Mann verliebt. Keine fünf Wochen später sind sie verheiratet und in den folgenden Jahren breiten sich die Vandals durch neue lokale Gruppierungen immer weiter im Land aus. Als jedoch zunehmend traumatisierte und teils drogenabhängige Vietnam-Veteranen Teil der "Vandals" werden, wird aus der zunächst eher harmlosen Vereinigung von Motorrad-Fans, die einfach nur zusammen Spaß haben und dabei cool aussehen wollen, eine immer gefährlichere Gang, die Johnnys Griff zu entgleiten droht ...

Montag, 15. Dezember 2025

TV-Tips für die Woche 51/2025

Montag, 15. Dezember:

Arte, 23.55 Uhr: "Ein Walzertraum" (1925)

Sehr späte Free-TV-Premiere von Ludwig Bergers ("Walzerkrieg") Stummfilm-Adaption der gleichnamigen Operette von Oscar Straus. Der Musikfilm mit den Stars Willy Fritsch ("Die drei von der Tankstelle") und Mady Christians ("Buddenbrooks") war ein großer Publikumserfolg und startete eine mehrjährige Welle von Operettenverfilmungen.

Außerdem:

Edge of Tomorrow (Doug Limans einfallsreicher SciFi-Thriller mit Emily Blunt und Tom Cruise, der als Soldat wider Willen während einer verlustreichen Schlacht gegen eine Alieninvasion in eine folgenreiche Zeitschleife gerät; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)

Abbitte (Joe Wrights für sieben OSCARs nominierte Literaturverfilmung um Schuld und Sühne, mit Keira Knightley, James McAvoy und Saoirse Ronan; 20.15 Uhr bei Arte)

Dienstag, 16. Dezember:

RBB, 22.55 Uhr: "Nelken in Aspik" (1976)

Free-TV-Premiere der leicht subversiven satirischen DEFA-Komödie von Günter Reisch ("Anton der Zauberer") über den Werbezeichner Wolfgang (Armin Mueller-Stahl). Der ist zwar eigentlich ziemlich untalentiert, dafür jedoch charismatisch und ein guter Redner - weshalb er die Karriereleiter mühelos emporklettert. Als Wolfgang jedoch einen Schneidezahn verliert und deshalb lispelt, wird er erheblich schweigsamer - und gerade dadurch irgendwie noch erfolgreicher auf dem gesellschaftlichen Parkett!

Außerdem:

Wanted (rasante, jedoch moralisch allzu sorglos inszenierte Comicadaption mit James McAvoy und Angelina Jolie; 22.20 Uhr um über vier Minuten geschnitten bei VOX)